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Zum Tod von Johannes Grützke und Richard Heß

Johannes Grützke (1937 - 2017)

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter Johannes Grützke ist gestorben. Kurz vor seinem achtzigsten Lebensjahr, am 17. Mai 2017, erlag er seiner schweren Krankheit. Mit tiefer Betroffenheit nehmen auch wir, der Vorstand und die Mitglieder des Künstlersonderbundes, Abschied von einem Künstler, der 1990 zu den Gründungsmitgliedern dieser Künstlervereinigung gehörte.
Dieser vielseitig begabte Maler, der immer Unbequeme, hatte in einem deutlichen Bekenntnis zum Realismus als Gegenpol zur allgegenwärtigen abstrakten Malerei schon 1973 die »Schule der neuen Prächtigkeit« gegründet.
In Berlin geboren, fühlte er sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend dem bedeutenden Berliner Bildhauer Johann Gottfried Schadow so sehr verbunden, dass dessen Person und Werk im Spiegel der Malerei, Grafik und Skulptur von Johannes Grützke immer neu reflektiert wurde.
Ja, er empfand sich geradezu als »Enkel und Nachkomme« bis hin zu einem letzten Portrait-Relief Schadows, das der schwerkranke Johannes Grützke noch auf dem Krankenbett modellierte.
Seine realistischen Menschenbilder reden in unterschiedlicher Bildsprache mal mit beißender Ironie, mal grotesk, geraten aber auch bei nahen Menschen in einen stillen, dankbaren Dialog. Mit seiner Phantasie reichen sich Malerei, Grafik und Literatur die Hand, und es wundert nicht, dass der malende Dichter auch mit Bühnenbildern das Podium des Theaters suchte.
Der Abschied von Johannes Grützke ist auch für die Künstler des Künstlersonderbundes und alle seine Mitglieder ein großer Verlust.
Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder des Künstlersonderbundes

Tobias Gall
Vorsitzender

Richard Heß (1937 - 2017)

Wir trauern um Prof. Richard Heß, einem wichtigen Vertreter der Berliner Bildhauerschule und der figurativen Plastik.

Er studierte bei Prof. Bernhard Heiliger, und unterrichtete anschließend an der Technischen Hochschule in Darmstadt, bis er 1980 an der Fachhochschule für Gestaltung in Bielefeld berufen und bis 2001 konstruktives Zeichnen und plastisches Gestalten lehrte. Als langjähriges Mitglied der Darmstädter Sezession und dem Künstlersonderbund setzte sich Prof. Heß für die figurative Bildhauerkunst ein.

Seine zweite künstlerische Heimat lag in Italien. So machte er sich unter anderen in Verona, Cesena und Mantua in zahlreichen Ausstellungen und Galerieaktivitäten bekannt. 1995 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Sein schaffensreiches Bildhauerleben hinterlässt uns zahlreiche Werke, viele davon im öffentlichen Raum im In- und Ausland.

Wir erinnern uns an Richard Heß voller Dankbarkeit und Zuneigung.

Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder des Künstlersonderbundes


Nina Koch
Stellvertretende Vorsitzende
 

 

 

 

 

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  Frank Suplie:
Muskauer Straße 1, 1997 (2011), Eitempera auf Papier, 86 x 67 cm

 

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Einladungsflyer

Gestaltung: Stefan Kindel, artepalatina, Maikammer

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  Lars Lehmann: Die große Fahrt, 2006, Öl auf Leinwand, 75 x 70 cm

 

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Vorderseite der Einladung
Werkabbildung von Hans Stein

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2005

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2006

 

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